Aktivitäten in 2016

2016 hat der Obst- und Gartenbauverein Simmozheim die folgenden Aktivitäten geboten:

  • Schnittkurs "Jungbaumerziehung"
  • Veredlungskurs
  • Rosenschnittkurs mit Fachmann Florian Weber von der Rosengärtnerei Sattler & Weber
  • Anlage eines Gemeinschaftsgartens mit Hochbeeten
  • Ausflug zur Landesgartenschau in Öhringen
  • Kindersommerferienprogramm - Backen im Backhaus
  • Obstbörse

 

 

Lesen Sie mehr in den Berichten zu jeder Veranstaltung!

 

 

Erziehungsschnitt im Februar

Bildnachlese des Schnittkurses vom Samstag den 13. Februar 2016 mit Fachwart Ernst Repphun.

Beim ersten Schnittkurs des Jahres ließen 12 Teilnehmer sich in die Materie der Kronenerziehung an Jungbäumen einführen. Das ganze erfolgte an Jungbäumen aus der Pflanzaktion vom Herbst 2014. Als erstes überprüfen wir die Astabgangswinkel. Diese haben enormen Einfluss auf die spätere Triebleistung und die Fruchtbarkeit. Der optimale Abgangswinkel der Leitäste sollte nicht steiler als 45°, aber nicht flacher als 60° sein. Auch wegen der landwirtschaftlichen Nutzung von Obstbaumwiesen ist er von Bedeutung, da von Landmaschinen verursachte Schäden vorgebeugt werden muss: ist der Abgang der Leitäste von der Stammverlängerung zu flach, werden diese leicht von Traktoren beim mähen beschädigt oder abgerissen. Der Fachwart zeigte, worauf es beim Aussuchen der geeignetsten Äste ankommt, wie man durch Abspreizen eine lichtdurchflutete Krone herstellt.

 

Der zweite Schritt galt dem Einkürzen der ausgesuchten Leitäste auf einem Höhenniveau, der so genannten Saftwaage und letztlich dem Einkürzen der Stammverlängerung.

Weitere wichtige Hinweise gab es zum Thema „Verbiss-Schutz“, zur richtigen Position der Veredelungsstellen, Schutzmaßnahmen gegen Pilzbefall an den Wundstellen, zu Düngung und Bewässerung der Jungbäume.

Nach sachkundiger Beantwortung der Fragen aus dem Teilnehmerkreis ging der informative Kurs mit einer Runde Obstler - gespendet von Irmi Kost - zu Ende.

Der OGV dankt Ernst Repphun und allen Beteiligten, die das erworbene Wissen bei der  Pflege der eigenen Bäume nun umsetzen können - und damit zum Erhalt der Simmozheimer Obstbaumwiesen beitragen!

 

 

Veredlungskurs im Februar

Bildnachlese zum Veredlungskurs am 27. Februar 2016 mit Johannes Hommel

Der 1. Vorsitzende Helmut Zeitlhofer konnte 12 Teilnehmer auf der Baumwiese von Robert Holzäpfel im Mittelfeld zum Veredlungskurs mit Johannes Hommel begrüßen.

Das Wetter spielte prima mit, den kühlen Start um 9 Uhr vertrieb alsbald die Sonne.

Vor dem praktischen Teil gab der Referent eine Einführung in die möglichen Veredlungsarten während der Winterruhe. Dabei wurden geeignete Bindematerialien, Verschlussmittel wie Veredlungswerkzeuge vorgestellt. Zwei Verfahren wurden heraus gestellt, erstens das Kopulieren, das nur angewendet werden kann, wenn annähernd gleich starke Partner vorhanden sind: der Ast, auf den auf-veredelt wird, darf nicht stärker sein als das Edelreis. Hier sind Jungbäume angesprochen. Und zweitens das seitliche Spaltpfropfen (pfropfen bedeutet das gleiche wie veredeln). Da in der Praxis meist ältere Bäume umveredelt werden kommt dieser Methode, die ebenfalls bereits ab Februar vorgenommen werden kann, die größere Bedeutung zu. Mit den Edelreisern gibt es zu diesem Zeitpunkt keine Probleme. Man kann sie direkt nach dem Schneiden pfropfen, eine Zwischenlagerung im Erdreich, im Kühlschrank oder kühlen Keller – welche beim Pfropfen hinter die Rinde unumgänglich ist – entfällt. Als weiteres Verfahren während der Winterruhe ist das Geißfußpfropfen zu nennen. Dieses setzt aber viel Übung voraus, so dass diese Methode nur bildlich dargestellt wurde.

 

Nach der theoretischen Einführung nahm Johannes an zahlreichen Ästen das Spaltpfropfen vor. Edelreiser der Sorte „Schweizer Hose“ kamen bei einem ca. 20 Jahre alten Birnbaum der Sorte „Gräfin von Paris“ zum Einsatz. Anschließend wurde ein  gleichalter Apfelbaum um die Sorte „Schweizer Orangenapfel“ bereichert. Dem Teilnehmerkreis bot sich abschließend die Gelegenheit, an bereits geschnittenen Reisern selber das seitliche Spaltpfropfen zu probieren. Die von Robert Holzäpfel spendierten Obstler rundeten die dreistündige Veranstaltung ab.  

Für den informativen Lehrgang bedankt sich der OGV beim Referenten Johannes Hommel. Bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihr reges Interesse.

Rosenschnittkurs mit Fachmann Florian Weber von der Rosengärtnerei Sattler & Weber im März

Frühjahrsschnitt der Gartenrosen mit Florian Weber am 19. März 2016 in Simmozheim

Über 30 TeilnehmerInnen konnte der 1. Vorsitzende Helmut Zeitlhofer zur Veranstaltung mit dem Rosenfachmann Florian Weber von der Neuhengstetter Rosengärtnerei Sattler & Weber im Garten von Frau Greiner in der Hölderlinstraße begrüßen.

 

Zunächst gab der Referent einen Überblick über die Grundregeln des Rosenschnittes, das gängige Rosensortiment sowie empfehlenswerte Sorten für den Hausgarten. Bei der Auswahl des Standorts für Rosen ist zu beachten, dass sie es sonnig, jedoch nicht heiß, luftig, aber nicht zugig und trocken - ohne Staunässe - mag. Demonstriert wurden die Schritte des fachgerechten Schnittes an Beet- und Edelrosen sowie an einer Kletterrose, Der gezeigte Frühjahrsschnitt an Beet- und Edelrosen erfolgte weit in die Triebe hinein, so dass etwa zwei Drittel der Triebe entfernt, die Anzahl der Einzeltriebe reduziert wurden. Bei den Kletterrosen werden lediglich überzählige oder abgestorbene Triebe an der Basis entfernt, Langtriebe etwas eingekürzt.

Während der zweistündigen Veranstaltung wurde über zu beachtende Schnittzeiten im Jahresverlauf, Schnittwerkzeug, richtiges Düngen, biologischer und chemischer Pflanzenschutz informiert -  mit praktischen Beispielen der Winterabdeckung von Strauch- und Hochstammrosen. Allein der ziemlich kalte Samstagmorgen verhinderte den Schnitt aller Rosen in Gruppenarbeit im Greinerschen Hausgarten.

Für die informative, humorvoll unterlegte Veranstaltung bedankt sich der OGV herzlich bei Florian Weber. Den TeilnehmerInnen wie allen Rosenliebhabern wünschen wir – eingedenk des Mottos “Ein guter Gärtner braucht zwei Sachen: Eine scharfe Schere und ein kaltes Herz“ – viel Erfolg beim anstehenden Rosenschnitt. Sobald die Forsythie blüht sind keine strengen Nachtfröste mehr zu erwarten, dann kann’s mit dem Rosenschnitt los gehen!

 

Gemeinschaftsgarten und Hochbeetanlage

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© Helmut Zeitlhofer